Verhaltensratschläge für Betroffene politischer Militanz

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Während eines Angriffs

  • Spielen Sie nicht den Helden! Angreifer aus politischen Szenen lassen sich in den meisten Fällen nicht ohne Gegenwehr festnehmen. Rufen sie die Polizei über 110.
  • Wenn möglich, machen Sie aus sicherer Entfernung Bilder von den Tätern.
  • Prägen Sie Sich Auffälligkeiten ein und teilen sie diese der Polizei mit.


Nach dem Angriff

  • Falls Sie verletzt sind, Ihnen übel ist oder Sie Schmerzen haben, rufen Sie in jedem Fall einen Rettungswagen oder begeben Sie Sich in ärztliche Behandlung! Unmittelbar nach einer körperlichen Konfrontation ist der Körper voller Adrenalin, sodass ernste Verletzungen häufig selbst nicht erkannt werden.
  • Falls Sie Verletzungen erlitten haben, lassen Sie Sich diese nach der notfallärztlichen Behandlung unbedingt durch einen Arzt schriftlich dokumentieren und machen Sie selbst Fotos von ihren Verletzungen, um diese vor Gericht dokumentieren und ggf. Schadenersatzansprüche geltend machen zu können!
  • Melden Sie jeden Angriff (auch jede Sachbeschädigung) der Polizei! Bestehen Sie auf der Aushändigung eines Aktenzeichens, um sicherzugehen, dass eine Anzeige aufgenommen wurde. Auch wenn die Erfolgsaussichten zur Ermittlung der Täter häufig sehr gering sind, gibt es immer wieder Zufallstreffer. Mindestens ebenso wichtig ist die Erfassung des Sachverhalts in der Statistik. In vielen Bundesländern können Strafanzeigen inzwischen über das Internet erstattet werden.
  • Weisen Sie die eintreffenden Polizeibeamten darauf hin, dass Sie einen politischen Hintergrund vermuten und warum. Erwarten Sie nicht, dass dies von den eingesetzten Streifenbeamten in jedem Fall erkannt wird. Sie sind in der Regel für diese Einsätze nicht speziell geschult.
  • Betreten Sie den Tatort nicht, fassen Sie so wenig wie möglich an! Es könnten Spuren vorhanden sein, die auf die Täter schließen lassen.
  • Machen Sie Fotos vom Tatort!
  • Wenden Sie Sich noch am selben Tag an die örtliche Presse! Bieten Sie ggf. ihre Fotos zur Veröffentlichung an. Eine Berichterstattung erhöht den Fahndungsdruck auf die Täter. Nutzen sie soziale Netzwerke!
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn und fragen Sie, ob sie verdächtige Personen beobachtet haben.
  • Treffen Sie Vorkehrungen, um zukünftige Übergriffe zu erschweren! Wer einmal Opfer eines politisch motivierten Übergriffs geworden ist, muss mit Nachahmertaten rechnen. Überwachungskameras haben einen hohen Abschreckungseffekt und sind heute für wenig Geld im Handel erhältlich. Wenn Sie Sich für besonders gefährdet halten, bitten Sie die Polizei um Hilfe!