Begriffsdefinitionen

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Antizionismus

Ursprünglich: Heute Gleichsetzung mit Antiisraelismus


Wo zulässige Kritik an Israel aufhört und Judenfeindlichkeit beginnt ist gesellschaftlich äußerst umstritten. (Der Abschnitt zu Israel müsste m.E. noch etwas differenzierter gefasst sein, ich mach mir mal Gedanken) (Ich fand eine prägnante Formulierung hier besser, da kompliziert - aber kannst du gerne ändern.)

Wir können das auch so lassen und einfach noch definieren.

Ja - wobei ich persönlich den Terminus "Israelfeindlichkeit" bevorzugen würde.


    • Identitäre Bewegung**

Identitäre Bewegung e. V. (Abgrenzung)


**Rassismus**

Als R. galt ursprünglich die Hierarchisierung von Menschengruppen nach Abstammung bzw. der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Phänotyp. Inzwischen wird allerdings auch die Annahme der Existenz menschlicher "Rassen" als Rassismus kritisiert. Insbesondere in den Sozialwissenschaften wird auch die Existenz eines Kulturrassismus ("Rassismus ohne Rassen") angenommen, der sich in der Bewertung der eigenen Kultur als höherwertig äußern soll. Weitgehende Einigkeit besteht darüber, dass es als Rassismus zu betrachten ist, wenn einem einzelnen Menschen einzig aufgrund seiner Ethnie bestimmte (negative) Eigenschaften zugeschrieben werden.

Im Linksextremismus wird ein überdehnter Rassismusbegriff verwendet, mit dem der demokratische Rechtsstaat und politische Gegner diffamiert werden. (Was kennzeichnet dieses überdehnten R.?)(Dass er weit - also eben "überdehnt" - ist.)

"Überdehnt" ist ja an sich schon wertend. "Ausgeweitet" finde ich besser. Da müssten aber auf jeden Fall noch Beispiele folgen.

Dieser ausgeweitete R.-Begriff wird m.E. nicht nur von linksextremen Autoren verwendet


**Radikalismus**

Als R. gelten politischen Bestrebungen, die umfassende gesellschaftliche Änderungen anstreben. Radikale Bestrebungen müssen dabei jedoch nicht die Grundsätze des demokratischen Rechtsstaates in Form der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekämpfen. R. ist dem Extremismus vorgelagert, die Übergänge sind fließend. Wo Radikalismus aufhört und Extremismus beginnt ist ein äußerst umstrittener Aspekt, der insbesondere vom eigenen politischen Standpunkt bestimmt wird. (ich finde, dass Radikalismus nicht dort aufhört, wo Extremismus anfängt. Extremistische Kräfte sich m. E. auch radikal) (Ist eine VS-Definition. Was ist sonst der Unterschied zwischen "radikal" und "extremistisch"?) Das ist ja die spannende Frage. Ist nur eine unterschiedliche Abstufung auf derselben Skala oder eine andere Dimension? Man kann auch radikaler Verfechter des Grundgesetzes sein. Beim Extremismus rekurriert man dagegen zumeist auf die Negierung der FDGO.

Ich halte die VS-Definition wie gesagt für einleuchtender.

**Rechtspopulismus**

Rechtspopulismus ist eine Form des Populismus [link], der eine rechtsgerichtete Motiviation unterstellt wird. Mit dem Attritbut „rechtspopulistisch“ werden in der politischen Praxis politische Akteure charakterisiert, denen keine antidemokratische Ausrichtung nachgewiesen werden kann, die aber dennoch aus sonstigen strategischen oder moralischen Erwägungen gekennzeichnet oder vom politischen Diskurs ausgeschlossen werden sollen. Während der Begriff „rechtspopulistisch“ für nahezu alle politischen Strömungen rechts der CDU/CSU verwendet wird, ist der Gebrauch des Spiegelwortes „linkspopulistisch“ selten.


**Terrorismus**

Terrorismus ist eine politische Aktionsform, die durch Anwendung von punktueller körperlicher Gewalt eine auf einen poltischen Akteur gerichtete Bedrohungslage schaffen will, um eine politische Wirkung zu erzielen.

Der Begriff des T. lässt sich nicht sauber von dem der einfach politisch motiviert Gewalt trennen. Ist nicht spontan, sondern geplant, auch wenn sich ungeplante spontane Aktionen und Reaktionen ergeben. Von Terrorismus wird insbesondere dann gesprochen, wenn sich die Täter gegen ein bestehendes politisches Regime richten. Im Hinblick auf die Legitimität dieses Regimes sind auch die Grenzen zwischen Terroristen und Freiheitskämpfern fließend. In der Bundesrepublik Deutschland wurden sowohl die linksmotivierte Rote Armee Fraktion (RAF) als auch der rechtsmotivierte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) als terroristische Formationen eingestuft. Ist eine gesteigerte Form politischer Militanz, die darauf zielt Angst und Schrecken in einer unbestimmten Zahl von Menschen auszulösen und den Tod von Menschen billigend in kauf nimmt. Verschiedentlich wurde die Auffassung vertreten, dass sich Terrorismus nicht vom Freiheitskampf unterdrückter Völker trennen lasse. Gegen diese These spricht, dass es sich bei Terrorismus nicht auf die dem Handeln zugrunde liegenden Ziele bezieht, sondern auf das Handeln allein. Terrorismus ist abzugrenzen von der direkten militärischen Konfrontation, unabhängig davon, ob diese als Partisanenkrieg oder in offener Konfrontation erfolgt, da Terrorismus immer den Umweg über die Beeinflussung der Bevölkerung und der Destabilisierung des Staates geht. Als klassische Fälle des Terrorismus sind die RAF sowie die islamistischen Anschläge des IS zu bewerten. Der NSU ist als Grenzfall zwischen Terrorismus, politisch motivierter und einfacher Kriminalität zu betrachten, weil die Täter ihre Taten zunächst nicht öffentlich machten und die Veröffentlichung erst nach ihrem Tod erfolgte.


**Weitere:**

Rassismus ohne Rassen Kultureller Rassismus Terroranschlag Ein Terroranschlag ist ein Anschlag mit terroristischer Motivation. Identitäre Bewegung Identitäre Bewegung Deutschland e. V. Gewalt Sekundärer Antisemitismus


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**Antisemitismus**

Unter Antisemitismus wird mehrheitlich eine diskriminierende Haltung gegenüber Juden und Menschen jüdischer Abstammung verstanden.

Von der Wortbedeutung her ist Antisemitismus die Feinschaft gegenüber Völkern, die eine semitische Sprache sprechen. Heute wird der Begriff in der Öffentlichkeit fast ausschließlich als Synonym zu Judenfeindlichkeit verwendet. Diese ist von einer sachlichen Kritik an Glaubensinhalten wie der Beschneidung oder dem Schächten zu unterscheiden und äußert sich insbesondere durch Verschwörungstheorien über eine vermeintlich jüdische Weltherrschaft. Juden werden insbesondere für Kriege, wirtschaftliche Verwerfungen oder gesellschaftlichen Verfall verantwortlich gemacht. Häufig bilden religiöse Inhalte wie die den Juden zugeschriebene Kreuzigung Jesu oder mittelalterliche Legenden wie die angebliche Vergiftung von Brunnen oder Ritualmorde inhaltliche Vorlagen. Breiten Raum nimmt zudem die Skandalisierung von vermeintlichem oder tatsächlichem jüdischem Einfluss im Finanzwesen ein, der bei Vorhandensein oftmals historisch bedingt ist (Ausschluss von Juden aus Gilden) und eine Projektionsfläche von Neid darstellt. In diesem Zusammenhang werden häufig bekannte jüdische Bankiersfamilien wie die Rothschilds als Beispiele jüdischer Finanz- und Machtakkumulation genannt.

Nicht vom Begriff des Antisemitismus trennen lassens sich die Begriffe Antizionismus, Antiisraelismus und Israelfeindlichkeit, da sich die Anwender der Begriffe zumeist auf das Judentum in Israel beziehen und nicht auf das Staatswesen.


Politik

Politik ist interessengeleitetes und geplantes Handeln. Umgangssprachlich wird der Begriff zumeist für die Interaktion im parteipolitischen Raum verwendet. Darüber hinaus findet politisches Handeln jedoch auch in privaten, beruflichen, freundschaftlichen oder familiären Beziehungen statt.


**Neue Rechte**

Die „Neue Rechte“ bezeichnete ursprünglich eine politische Strömung, die Ende der 1960er Jahre in der NPD und um die nationalrevolutionäre Zeitschrift Junges Forum entstand und sich in der „Aktion Neue Rechte“ konstituierte. Bekannte Vertreter waren Henning Eichberg, Michael Kühnen und Friedhelm Busse. Die ANR zerfiel bereits 1974 ohne jemals nennenswerte politische Wirkung entfaltet zu haben.

Seit den 1980er Jahren wird der Begriff „Neue Rechte“ vornehmlich von linksgerichteten Autoren für intellektuelle rechte Strömungen verwendet, die angeblich eine „Scharnierfunktion“ (Gessenharter) zwischen rechtsextremistischen und rechtsdemokratischen Kreisen ausüben. Da bisher keine geeignete Definition für den Begriff skizziert wurde, ist unklar, welche Gruppierungen zur Neuen Rechten gehören und welche nicht. Der wissenschaftliche Nutzen des Begriffes ist somit zweifelhaft. Seine Verwendung deutet auf eine politische Motivation des Verfassers hin.


    • Aufmarsch (neu)**

Der Begriff Aufmarsch bezeichnet eine Zusammenkunft einer Personenmehrheit mit militärischen Zügen oder Erscheinungsbild. Um einen Aufmarsch handelt sich dann, wenn die Teilnehmer in strukturierter Formation auftreten, etwa in Zug- oder Gruppenverbänden oder in Reihen. Weitere Charakterzüge eines Aufmarsches sind einheitliche Kleidung und das gehen im Gleichschritt. Aufmärsche können, müssen aber keineswegs politisch motiviert sein. Insbesondere bei Aufmärschen von Schützenvereinen ist der Anlass in der Regel Traditionspflege.

In den Medien werden häufig Demonstrationen mit rechtsmotiviertem Hintergrund, unabhängig vom Auftreten der Teilnehmer, als Aufmärsche bezeichnet. Die Verwendung des Begriffes dient dabei der Abwertung politischer Gegner.


Ethnopluralismus

Ist der Name einer Ideologie, die sich für die Bewahrung der kulturellen Identitäten angestammter Volksgruppen ausspricht und sich als Gegenentwurf zur multikulturellen Gesellschaft versteht. Kennzeichnend für Ethnopluralismus ist die Forderung, dass eine angestammte Kultur in ihrem Land dominierend sein sollte oder darüber hinaus eine kulturelle Homogenität erzeugt bzw. erhalten werden soll.

Viele linksmotivierte Autoren unterstellen ethnopluralistischen Positionen eine rassistische Motivation und verwenden dabei den Rassismusbegriffes über den eigentlichen Wortsinn hinaus.


    • Extremismus (neu)**

Extremismus ist eine negative konnotierte Bezeichnung für politische Bestrebungen, die darauf zielen, eine bestehende politische Ordnung grundlegend zu verändern oder abzuschaffen. Aus Sicht der Bundesrepublik Deutschland ist eine politische Strömung extremistisch, sofern sie darauf zielt, die bestehende Staatsform durch ein politisches System zu ersetzen, das mit der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar ist.

Umgangssprachlich werden Personen, Institutionen und politische Strömungen als extremistisch bezeichnet, wenn sie entweder Gewaltbereit signalisieren oder sich auf eine totalitäre Ideologie, insbesondere Faschismus, Nationalsozialismus, Islamismus, Kommunismus oder Anarchismus beziehen.




Abgeschlossene Definitionen

    • Militanz**

Militanz ist die Bereitschaft, gegen geltendes Recht zu verstoßen, um damit unmittelbar und in erheblichem Maße auf politische Gegner einzuwirken und eine politische Wirkung zu erzielen. Der Begriff ist nicht gleichzusetzen mit Gewaltbereitschaft, da nicht jede Form militanten Handelns Gewalt einschließt. Unter die nicht-gewaltsamen Formen militanten Handelns fallen etwa Hackerangriffe auf Datenbanken, Sitzblockaden (Nötigung), Telefonterror sowie das Veröffentlichen privater Daten mit dem Ziel, eine Bedrohungsituation zu schaffen ("Outing"). In weiten Teilen der Radikalen Linken gilt "militant" als positiv konnotierte Selbstbezeichung. Militanz unterscheidet sich in eine offene (Ausschreitungen bei Demonstrationen und Ansammlungen) und eine klandestine (heimlich durchgeführte Aktionen) Form.


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